Anleitung: DNS am Telekom Speedport ändern

Kurz gesagt: Einen eigenen DNS-Server trägst Du am Speedport nicht direkt ein. Solange bei den Zugangsdaten „Telekom“ als Anbieter hinterlegt ist, blendet die Oberfläche das Feld gar nicht ein. Über den Umweg „anderer Anbieter“ geht es auf vielen Modellen trotzdem — aber es gibt zwei Haken, die Du vorher kennen solltest.

Zwei Haken, bevor Du anfängst

  1. Du musst die Zugangsdaten neu eintragen. Sobald Du den Anbieter von „Telekom“ auf „anderer Anbieter“ umstellst, verlangt der Speedport Benutzername und Passwort für die Internetverbindung von Hand. Hast Du diese Daten nicht zur Hand, ist der Anschluss anschließend offline. Mach vorher einen Screenshot der Seite mit den Zugangsdaten.
  2. Beim Speedport Smart 4 greift die Einstellung nicht immer. Nutzer berichten, dass eingetragene Adressen übergangen werden — besonders bei IPv6. Prüfe danach unbedingt nach, ob wirklich Dein Wunsch-Server antwortet.

Wenn Dir das zu heikel ist: Du kannst den DNS-Server genauso gut direkt am einzelnen Gerät eintragen. Das wirkt nur auf diesem Gerät, lässt den Router aber unangetastet.

Schritt für Schritt

  1. Oberfläche öffnen. Rufe im Browser http://speedport.ip auf (alternativ http://192.168.2.1) und melde Dich mit dem Gerätepasswort an. Es steht auf dem Aufkleber an der Unterseite des Routers.
  2. Zugangsdaten sichern. Öffne Internet → Internetverbindung und mach einen Screenshot der eingetragenen Zugangsdaten, bevor Du etwas änderst.
  3. Anbieter umstellen. Wechsle unter „DSL Zugangsdaten“ den Anbieter von „Telekom“ auf „anderer Anbieter“. Erst dadurch erscheinen die Felder für eigene Namensserver.
  4. Zugangsdaten eintragen. Der Benutzername setzt sich aus Anschlusskennung, Zugangsnummer, der Ziffernfolge 0001 und @t-online.de zusammen. Das Passwort ist Dein persönliches Kennwort für den Telekom-Anschluss.
  5. Feste DNS-Server aktivieren. Setze den Haken bei „Feste DNS-Server Adressen“ und trage einen primären und einen sekundären Server ein.
  6. Speichern und neu starten. Übernimm die Einstellungen und starte den Speedport neu, damit alle Geräte im Heimnetz die neue Zuweisung erhalten.
  7. Ergebnis prüfen. Öffne anschließend unseren DNS-Test. Dort siehst Du, welcher Namensserver für Dich tatsächlich antwortet — nicht welcher eingetragen ist.

Welche Adressen Du eintragen kannst

Dienst Primär Sekundär Besonderheit
Cloudflare 1.1.1.1 1.0.0.1 schnell, keine Filterung
Quad9 9.9.9.9 149.112.112.112 blockiert bekannte Schadseiten
AdGuard DNS 94.140.14.14 94.140.15.15 filtert Werbung und Tracker
DNS Forge 176.9.93.198 176.9.1.117 Betrieb in Deutschland
Google 8.8.8.8 8.8.4.4 weit verbreitet, Daten fließen zu Google

Eine vollständige Übersicht findest Du in unserer Liste öffentlicher DNS-Server.

Wenn es nicht funktioniert

Bleibt der Speedport bei den Telekom-Servern, hast Du drei Möglichkeiten:

  • Pro Gerät eintragen. Der sicherste Weg — er wirkt unabhängig davon, was der Router macht.
  • Zweiter Router dahinter. Ein eigener Router hinter dem Speedport übernimmt die Namensauflösung für alle daran angeschlossenen Geräte.
  • Verschlüsseltes DNS im Browser. Firefox und Chrome können DNS-over-HTTPS selbst nutzen und umgehen die Router-Einstellung damit vollständig.
Zum Nachprüfen: Welcher Namensserver für Dich gerade antwortet, zeigt Dir unser DNS-Test in wenigen Sekunden — vor und nach der Umstellung.