Thema: AVM Fritz!Box 7590AX als VPN-Router konfigurieren
Hallo,
laut dem unten aufgeführten Text ist meines Erachtens inzwischen auch eine direkte Verbindung zwischen der Fritz!Box und einem VPN-Anbieter möglich.
Hardware: AVM Fritz!Box 7590AX
Software: FRITZ!OS:7.56
Willkommen im WireGuard®-Assistenten
Netzwerke koppeln oder spezielle Verbindungen herstellen
Richten Sie eine WireGuard®-Verbindung zwischen zwei FRITZ!Box-Netzwerken, dieser FRITZ!Box und einem VPN-Anbieter, dieser FRITZ!Box und einem WireGuard®-Server oder andere spezielle WireGuard®-Verbindungen ein.
Bevor ich nun ein Abo mit einem entsprechenden Abo-Anbieter abschließe, sind bei mir allerdings noch ein paar Fragen offen. Ich hoffe, Ihr können mir helfen, diese zu beantworten:
– Ist die Verbindung zwischen einer Fritz!Box und einem VPN-Anbieter nur über das WireGard-Protokoll möglich oder werden von der Fritz!Box inzwischen auch andere Protokolle unterstützt? Das würde ansonsten bedeuten, dass nur die Anbieter mit entsprechender Protokoll-Unterstützung aus der Übersicht (https://vpntester.org/vpn-anbieter/was-ist-vpn-wissen/native-standard-wireguard-vpn-anbieter/) infrage kommen. Was natürlich dann die Auswahl etwas einschränkt 🙁
– Wie kann ich beeinflussen, über welchen Standort ich bei dem infrage kommenden Anbietern ins Internet gehe? Wo und wie lässt sich dieses konfigurieren, da man auf der Fritz!Box nur relativ umständlich die Parameter anpassen kann.
– Ist zu erwarten, dass manche Dienste (zB Webseiten, Streaming, Filesharing/Datenübertragung, DDNS-Services, Client-VPNs zur Fritz!Box, lokale Software oder Apps, usw.) nach der Einrichtung eines VPN-Anbieters nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionieren?
Zu Deinen drei Fragen:
- Nur WireGuard. Die Fritzbox kann sich zu einem VPN-Anbieter ausschließlich per WireGuard verbinden (IPsec nur zu anderen Fritzboxen oder Firmennetzen). Damit kommen tatsächlich nur Anbieter infrage, die normale WireGuard-Konfigurationsdateien herausgeben – Surfshark, hide.me, ProtonVPN, Mullvad, Windscribe, AzireVPN. NordVPN und CyberGhost fallen weg. Die Einschränkung ist in der Praxis klein; die genannten Anbieter decken alle Zwecke ab.
- Standort = Konfigurationsdatei. Beim Anbieter lädst Du für jeden gewünschten Server (z.B. „Deutschland Frankfurt“, „USA New York“) eine eigene Datei herunter und importierst sie als eigene WireGuard-Verbindung. Aktiv ist jeweils eine; umschalten geht über den Haken „Verbindung aktiv“. Einen Serverwechsel „per Knopfdruck“ wie in der App gibt es nicht. Praktisch: zwei bis drei Standorte anlegen, mehr braucht man selten.
- Was danach anders ist: Mit „gesamten Netzwerkverkehr über VPN“ gehen alle Geräte über die VPN-IP. Folgen: Streaming-Dienste zeigen das Angebot des Serverlandes (oder sperren, wenn sie die IP als VPN erkennen), Online-Banking fragt öfter nach Bestätigung, Geräte mit Standortbindung (Sky Q, manche Smart-Home-Dienste) streiken. MyFRITZ, DDNS und eingehende VPN-Verbindungen zur Fritzbox laufen weiter über Deinen echten Anschluss – die sind nicht betroffen. Deshalb: die Option „Nur bestimmte Geräte …“ nutzen und nur die Geräte eintragen, die den VPN wirklich brauchen.
Rechne auf der 7590 AX mit 80–150 MBit/s im Tunnel. Wenn Du mehr willst, ist ein Router wie der GL.iNet Flint 2 hinter der Fritzbox die schnellere Lösung.