Wie sicher ist Whatsapp? Warum Du darauf verzichtet sollst!

Der Messenger Dienst verspricht sichere Chats und Nachrichten über eine Ende zu Ende Verschlüsselung. Das diese Massnahmen aber nur begrenzt etwas aussagen über die Sicherheit von Whatsapp zeigt, dass WhatsApp Informationen im Echtzeitmodus an das FBI liefern kann.

Wir gehen in diesem Artikel auf die Sicherheit von Whatsapp ein und erklären auch die folgenden Probleme von Whatsapp als Messenger Dienst:

Was spricht gegen WhatsApp?
Was spricht gegen WhatsApp?

Warum Du Whatsapp nicht verwenden solltest:

  • Entspricht nicht der EU Datenschutz Verordnung DSGVO und sollte daher auch nicht auf beruflich genutzten Smartphones zur Anwendung kommen.
  • Sammelt Daten der Nutzer und macht diese zu Geld über nicht transparente Geschäftsmodelle.
  • Teilt Informationen mit US Behörden und Diensten um nationale Interessen weltweit durchzusetzen.
  • Enthält mutmassliche „Backdoors“ für gefährliche Trojaner da es als meistverbreitete App auf Milliarden Geräten die ideale Plattform darstellt.
  • Persönliche Daten die mit Whatsapp geteilt werden werden unverschlüsselt gespeichert und auch in unsichere Cloud Speicher übertragen.
  • Whatsapp Apps sammeln auch Standortdaten, Kontaktdaten und einige viele nicht für den Messenger Dienst notwendigen Daten auf allen Geräten und lässt diese mit anderen Daten von Facebook zusammen führen. (BigData)

Messenger Dienste wie Whatsapp werden auf mehr als 3 Milliarden Telefonen verwendet.

Wie sicher ist Whatsapp?
Wie sicher ist Whatsapp?

Wer heute Nachrichten an andere übermittelt, der setzt in den meisten Fällen auf Messenger Dienste. Whatsapp, das Unternehmen das vor einigen Jahren von Facebook gekauft wurde ist dabei einer der führenden Anbieter auf dem Markt. Da Whatsapp für Facebook auch ein enormes Geschäftsfeld darstellt, wissen wir erst seitdem die Metadaten des Messengers auch mit den Daten von Facebook vermischt werden. Seit der letzten Änderung der Geschäftsbedingungen wurde dies umgesetzt. Dadurch kann Facebook mit den Daten der Whatsapp Nutzer noch genauere Profile über die Nutzer erstellen, und damit noch genauere Werbung schalten. Das bringt Milliardeneinnahmen für den Facebook Konzern (Jetzt Meta genannt).

Die Verschlüsselung ist gegen die Interessen des Umfeldes des Betreibers.

Die Ende zu Ende Verschlüsselung ist dabei aber dem Unternehmen seit vielen Jahren bereits im Wege. Ebenso haben US Behörden und auch zahlreiche Politiker in Europa bereits Ansprüche auf den Zugriff auf die Daten von Whatsappnutzern gestellt. Es gilt hier ja auch Terroristen oder Kinderschänder zu ermitteln.

Unsicherheiten und Datensammlung wohin man blickt

Das die angesprochene Ende zu Ende Verschlüsselung aber reichlich sinnlos ist und nicht mehr als einen Marketinggag des Unternehmens für den Messenger Dienstes darstellt, zeigt schon dass die Daten auf den lokalen Geräten und damit für die Whatsapp Apps direkt unverschlüsselt abgelegt werden. Jeder Entwickler der einen Fokus darauf haben würde, die Daten sicher zu verwalten, der würde dies auf keinen Fall so handhaben. Als „BackUp Daten“ werden diese auch in Cloud gespeichert und damit noch weiteren Firmen, den Betreibern der Cloud Services, zugänglich gemacht.

Warum ist Whatsapp so gefährlich?

Die Inhalte der Nachrichten Daten sind aber noch nicht einmal das große Problem über das man sich im Klaren sein sollte, sondern der Facebook Konzern speichert auch die Daten alle Kontakte, welche Geräte man verwendet, wo man sich gerade aufhält oder zu welchen Zeiten man auf dem Weg zur Arbeit ist und vieles vieles mehr.

Was spricht gegen Whatsapp?

Whatsapp ist in der Geschichte des Internets der erste Messenger Dienst der die private Kommunikation und darüber hinaus gehende Daten zu einem Geschäftsmodell erklärt hat. Den meisten Nutzern ist nicht klar, was es bedeutet, wenn die privaten Daten eines Einzelnen auch zu einem Geschäft führen. Dadurch werden massive Beeinflussungen möglich die wir mit dem Cambridge Skandal vor einigen Jahren bereits im groben gesehen haben. Denn die gesammelten Daten bei privater Kommunikation erlaubt Rückschlüsse auf beinahe jeden Lebensbereich eines Menschen und auch dessen persönliche Einstellungen, Ängste oder Motivation. Damit lassen sich dann gezielte Kommunikationsmassnahmen setzen um deren Überzeugungen gezielt zu beeinflussen. Das führt zur Wahlmanipulation im schlimmsten aller Fälle, aber vor allem auch dazu, dass Menschen indirekt gesteuert und beeinflusst werden.

Whatsapp entspricht nicht dem EU Datenschutz, der DSGVO

Man kann auch durchaus kritisch mit dem geltenden EU Datenschutz Whatsapp nicht gutheissen, nicht zuletzt deshalb ist die Verwendung von Whatsapp auf Smartphones die auch zur Unternehmenskommunikation verwendet werden gegen die DSGVO Regelungen, da dabei die Kontaktdaten der im Telefon gespeicherten Personen ohne diese zu informieren in zu Whatsapp und damit auf Server transferiert werden die in den USA stehen. Wie EU Gerichte feststellten, gelten Daten in den USA allerdings aus EU Datenschutzsicht nicht als sicher, da niemand hier nachvollziehen kann was mit den Daten weiter passiert.

Zugriff von US Behörden auf die intimste Kommunikation von Milliarden Menschen weltweit.

Und was natürlich auch Beängstigend sein sollte ist, dass mit Whatsapp es auch möglich gemacht wurde, dass US Behörden direkten Zugriff auf die intimsten Daten von Milliarden Menschen gegeben werden. Das beginnt beim FBI, das einen Zugriff für Ermittlungsaufgaben wahrnimmt, aber geht natürlich auch weiter, dass das CIA und auch die NSA diese direkten Schnittstellen massenhaft und manipulativ verwenden.

Das FBI hat direkten Zugriff auf Whatsapp Nachrichten und Daten

FBI mit Zugriff auf die Whatsapp Daten
FBI mit Zugriff auf die Whatsapp Daten

Die US-Organisation „Property of the People“ hat einen FBI-Bericht über die Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörde mit populären Messengerdiensten erhalten. WhatsApp soll demnach mehr persönliche Daten als andere Apps an das FBI liefern. Die Übermittlung erfolgt praktisch in Echtzeit.

WhatsApp kann Informationen im Echtzeitmodus an FBI liefern

Mit einer Verzögerung von lediglich 15 Minuten kann der populäre WhatsApp-Messengerdienst Daten zu Aktivitäten eines Nutzerkontos an das FBI liefern. Einem Gerichtsbeschluss zufolge dürfen Ermittler grundlegende Informationen über einen Benutzer erhalten. Bei Vorlage eines Durchsuchungsbeschlusses erhalten sie darüber hinaus dessen Kontakte und eine Liste der Nutzer, die ihn auf ihren Kontaktlisten haben. Liegt zudem eine Beobachtungsanfrage vor, liefert WhatsApp praktisch im Echtzeitmodus die Informationen über den Sender und Empfänger jeder Nachricht des betreffenden Nutzerkontos.

Sicherheit ist relativ

Diese Zusammenarbeit von WhatsApp mit dem FBI brachte die US-Organisation „Property of the People“ in Erfahrung. Einen entsprechenden Bericht der Ermittlungsbehörde, aus dem deren Kooperation mit populären Messengerdiensten hervorging, übergab sie der US-Zeitschrift „Rolling Stone“ für eine Analyse und die weitere Publikation der Ergebnisse. Das Dokument belegt zudem, dass WhatsApp viel mehr persönliche Daten als andere Dienste an das FBI liefert.

Dem Bericht zufolge gibt WhatsApp jedoch nur bestimmte Metadaten weiter. Die Vertreter des Unternehmens betonen, dass der Inhalt des Nachrichtenwechsels nicht übergeben werde.

In Bezug auf andere Messengerdienste berichtet „Rolling Stone“, dass Apple, dessen Werbekampagne sich in großem Maße um die Privatsphäre der Nutzer dreht, einen Schlüssel besitzt, mit dem die Daten im Speicherdienst iCloud entsperrt werden können. Im Falle eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses könne der Schlüssel für den Zugriff auf bestimmte Daten auch an die Behörden übergeben werden.

Ein internes FBI Dokument zeigt auch die Zugriffsarten auf Whatsapp und iMessage, wir haben dazu einen entsprechenden Bericht veröffentlicht.

Internes FBI Dokument verrät den Zugriff auf Whatsapp und iMessage Nachrichten.
Internes FBI Dokument verrät den Zugriff auf Whatsapp und iMessage Nachrichten.

Whatsapp ermöglicht BackDoors für staatliche Trojaner

Ein weiterer Punkt der auch von Edward Snowden angesprochen wurde ist, dass Whatsapp bekannt werdende Sicherheitslücken aufweist und das in einer regelmässigen Abfolge, die nicht an Zufälle glauben lässt. So konnten durch die Sicherheitslücken die zwischen 2017 und 2020 entdeckt wurden tausenden Menschen staatliche Trojaner aber auch Trojaner von Kriminellen auf die Geräte gespielt werden. Der Fall der Ermordnung von „Jamal Kashoggi“ in Istanbul vor einigen Jahren ist unter anderem darauf zurück zu führen gewesen, dass durch eben eine Sicherheitslücke bei Whatsapp App, dem später getöteten Aktivisten ein Trojaner der Firma FINFISHER untergejubelt wurde. Dadurch konnten Saudi Arabische Geheimdienste auch von den geplanten Aktivitäten des „Aktivisten“ erfahren und dann auch seinen gezielten Mord in der Botschaft in Istanbul vorbereiten. Edward Snowden hat es so ausgedrückt: „Es fällt schwer zu glauben, dass eine Sicherheitslücke die gerade geschlossen wird, wenn diese absichtlich vorhanden war, nicht auch bei einem weiteren Update durch eine neue Sicherheitslücke ersetz wird.“

Viele Experten gehen daher davon aus, dass die Whatsapp Apps die auf Milliarden von Geräten installiert sind auch dazu genutzt werden um absichtliche BackDoors in den Geräten zu ermöglichen.

Sind andere Messenger sicher?

Der Messengerdienst Telegram verweigert den Behörden zwar komplett den Zugriff zu Nutzerdaten, im Falle eines Terrorismusverdachts kann der Dienst den Ermittlern jedoch die IP-Adresse und die Telefonnummer des Nutzers übergeben. Über Signal einer vielgerühmten Messenger App, weiss man, dass diese ebenfalls Metadaten dem FBI zur Verfügung stellt. Es gibt also bei vielen zentralen Messenger Systemen entsprechende Problem, jedoch sind diese im Regelfall nicht vergleichbar mit den bewussten Datenschutz Problemen die Whatsapp seinen Nutzern bereitet.


Erstellt am: 4. Dezember 2021

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