ExpressVPN wurde verkauft an Kape (CyberGhost, ZenMate, PIA)

Der sehr bekannte VPN-Anbieter „ExpressVPN „wurde durch Kape Technologies übernommen, Zu dieser Firma gehören bereits CyberGhost, ZenMate und PrivetInternetAccess (PIA). Damit verstärkt Kape seine Marktmacht im VPN Segement deutlich, was dies für die bestehenden Kunden bedeuten wird ist auch bereits abzusehen.

(16.09.2021, Redaktion)

ExpressVPN von ehemaligen Crossraider-Malware Unternehmen gekauft?

ExpressVPN wurde in der vergangen Woche von Kape Technologies, einem an der Londoner Börse notierten Unternehmen das vorwiegend bestehende Internetmarken vereint gekauft. Interessant daran ist es besonders, wenn man sich die Geschichte von Kape ansieht, die ja auch bereits die Eigentümer von CyberGhost, ZenMate und PIA (PrivateInternetAccess) sind. Hatte das Unternehmen „Crossraider“, das sich erst später in Kape Technologies unbenannt hatte, eine starke Richtungsänderung vorgenommen. ExpressVPN Kunden werden mit Interesse die weiteren Schritte verfolgen.

Eine erfolgreiche Internet Geschichte –

Als Crossraider war das Unternehmen mit eigenen Browser Erweiterungen dafür verantwortlich, dass eigene Malwarefilter entwickelt werden mussten global, da die vom Unternehmen veröffentlichte Software auch als Dialer-Malware „Adware.CrossRider“ auf Millionen Computern für unerwartet hohe Rechnungen bei den Infizierten verantwortlich war. Damit hat sich damals Crossraider das Geld verdient und wurde 2016 zu „Kape Technologies“ unbenannt. Seither hat sich das Unternehmen dem Zukauf von VPN Services verschrieben.

Auch wenn Kape Technologies an der Londoner Börse notiert, so ist das Management des Unternehmens doch in Israel beheimatet. Der erste Zukauf dabei war 2017 das rumänische Unternehmen „CyberGhost VPN„, welchem 2018 dann der deutsche VPN Anbieter der auch von „Bertelsmann“ unterstützt wurde übernommen wurde. Im Jahr 2019 folgte dann ebenfalls der US Anbieter „Private Internet Access „PIA“. Damit ist mit ExpressVPN nun 2021 der vierte VPN Anbieter in den besitz und die Verwaltung von Kape gegangen. Ein durchaus bemerkenswerter Verlauf.

Milliarden Kaufpreis der sich rechnet

ExpressVPN mit 45 Millionen Kunden, einer der größten aber vor allem profitabelsten Anbieter am Markt. Mit dem kolportierten aber nicht offiziell bestätigten Kaufpreis von 936 Millionen US-Dollar (795 Mio Euro), auch deshalb kein Schnäppchen, wird diesen Kaufpreis aber sehr rasch wieder einspielen.  In dieser Branche ist üblich, dass sich der Kaufpreis eines Unternehmens anhand des erzielten Jahresumsatzes berechnet, welcher demnach auch bereits bei mehr als mehr als 1 Milliarde jährlich gelegen sein musste. Da das Unternehmen aber bisher in BV-Island residiert, sind diese Daten aber leider nicht öffentlich einsehbar.

Wie wird es weiter gehen mit ExpressVPN

Kape Technologies macht einiges zumindest meistens richtig, wenn sie Firmen übernehmen, sie ändern anfangs gar nichts. Die Synergieeffekte und Vorteile sollen sich als daher offenbar immer später erst bemerkbar machen. Aber klar ist Kape nun alleine aufgrund des enormen Umsatzwachstums durch ExpressVPN, nun einer der größen Teilnehmer im Markt. Das werden auch andere VPN Anbieter bemerken. (Tipp: Welcher VPN gehört zu welchem Unternehmen?) Für die Kunden wird dies vermutlich und so verspricht es auch Kape, keinerlei Nachteile ergeben. Die Qualität und Servicemannschaft wird nicht ausgetauscht werden und auch weiterhin wird für Innovation und Weiterentwicklung gesorgt werden, In der Praxis werden sich die ersten Anzeichen wohl tatsächlich erst in einigen Jahren bemerkbar machen.

ExpressVPN verkündet nun selbst:

PrivateKeine Auswirkungen auf ExpressVPN-Benutzer: Alles, was unsere Nutzer an ExpressVPN kennen und lieben, wird sich weiter verbessern – das heißt, Sie können ExpressVPN weiterhin so vertrauensvoll wie bisher empfehlen.

ExpressVPN und Schwersterfirmen
ExpressVPN und Schwersterfirmen

VPN Firmen international Überblick

Wir ExpressVPN nun zu CyberGhost?

Das ist sicherlich nicht zu befürchten, es wird versucht werden die Firmen alle selbstständig so lange es geht weiter zu betreiben und auch die Markennamen nicht zu verändern. Eine Fusion mit anderen Marken würden auch deren Wertigkeit für die Betreiber nicht verbessern sondern eher vernichten. Daher ist anzunehmen, dass es auch in einigen Jahren noch alle Marken getrennt nebeneinander geben wird.

Weiterführende Informationen:

 


Erstellt am:16. September 2021

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