GamsGo Alternativen 2026: Spliiit, Sharesub, GoSplit und CooSub im Vergleich

Wer nach einer Alternative zu GamsGo sucht, hat dafür meist einen von drei Gründen: Der gewünschte Dienst ist dort nicht im Angebot, ein Zugang hat einmal nicht funktioniert – oder die Frage, wohin die eigenen Daten und das eigene Geld fließen, lässt sich bei einem Anbieter außerhalb der EU nicht befriedigend beantworten. Für alle drei Fälle gibt es Lösungen, und sie unterscheiden sich stärker voneinander, als es auf den ersten Blick wirkt.

Wir haben die vier ernstzunehmenden Alternativen angesehen – CooSub, Spliiit, Sharesub und GoSplit – und ordnen ein, für wen welche Plattform die richtige ist. Vorweg das Wichtigste: Es gibt keinen Gesamtsieger, sondern zwei grundverschiedene Geschäftsmodelle, die jeweils andere Stärken und andere Risiken mitbringen.

Die Plattformen im Überblick

Kriterium GamsGo CooSub Spliiit Sharesub GoSplit
Modell Anbieter stellt Konten Anbieter stellt Konten Marktplatz zwischen Nutzern Marktplatz zwischen Nutzern Marktplatz zwischen Nutzern
Firmensitz China Asien Frankreich Frankreich Hongkong
Seit 2018 k. A. 2019 2020 k. A.
Angebot über 100 Dienste vorwiegend Streaming 300+ Dienste 600+ Angebote rund 170 Angebote
KI-Dienste umfangreich kaum einzelne einzelne einzelne
Zusatzgebühr je Buchung keine (im Preis enthalten) keine ca. 0,75–0,99 € + 5 % ca. 0,90 € + 5 % Provision + Vertragsstrafen
Preisniveau niedrig niedrig mittel höher mittel
Zahlungsabwicklung direkt über die Plattform direkt über die Plattform reguliertes Zahlungsinstitut (ACPR) plattformseitige Treuhand plattformseitig
Datenschutzrecht außerhalb der EU außerhalb der EU DSGVO (EU) DSGVO (EU) außerhalb der EU
Sprache Deutsch überwiegend Englisch Deutsch Englisch/Französisch Englisch

Stand: August 2026. Gebühren und Angebotsumfang ändern sich laufend – die Angaben stammen von den Plattformen selbst und wurden von uns stichprobenartig geprüft.

Zwei Modelle, die man nicht verwechseln sollte

Der wichtigste Unterschied zwischen den Anbietern steht in keiner Werbeanzeige, entscheidet aber darüber, worauf Du Dich einlässt.

Modell 1 – die Plattform stellt das Konto. GamsGo und CooSub arbeiten so: Die Plattform unterhält Familien- oder Mehrpersonen-Tarife und vergibt darin Plätze. Du bekommst einen fertigen Zugang, musst Dich um nichts kümmern und zahlst nur Deinen Anteil. Das ist bequem und günstig. Der Preis dafür: Du hast keine Vertragsbeziehung zum eigentlichen Streaming-Anbieter und bist darauf angewiesen, dass die Plattform den Zugang am Laufen hält.

Modell 2 – der Marktplatz. Spliiit, Sharesub und GoSplit vermitteln zwischen Privatpersonen: Jemand hat ein Familien-Abo mit freien Plätzen und bietet einen davon an, Du buchst ihn. Die Plattform wickelt nur Zahlung und Streitfälle ab und nimmt dafür eine Gebühr je Buchung. Der Vorteil: Es ist nachvollziehbar, wer hinter dem Abo steht, und bei Spliiit und Sharesub läuft das Ganze unter europäischem Recht. Der Nachteil: Es ist teurer, und ob ein Platz frei ist, hängt davon ab, ob ihn gerade jemand anbietet.

Kurz gesagt: Geht es Dir vor allem um den Preis und um Auswahl, ist das Plattform-Modell im Vorteil. Geht es Dir um Nachvollziehbarkeit, europäischen Datenschutz und einen geregelten Streitfall, ist der Marktplatz die bessere Wahl.

Die Alternativen im Einzelnen

Spliiit – Die europäische Alternative mit dem besten Rechtsrahmen

Spliiit stammt aus Frankreich, ist seit 2019 am Markt und gilt als Wegbereiter des Abo-Teilens in Europa. Die Plattform vermittelt über 300 Dienste, wickelt Zahlungen über ein reguliertes Zahlungsinstitut ab und unterliegt vollständig der DSGVO. Wer das Teilen von Abos grundsätzlich für eine gute Idee hält, aber kein Konto bei einem Anbieter außerhalb der EU eröffnen möchte, findet hier die sauberste Lösung.

Bezahlt wird der Anteil am Abo plus eine Vermittlungsgebühr von rund 0,75 bis 0,99 Euro zuzüglich fünf Prozent. Das macht Spliiit spürbar teurer als GamsGo – man bezahlt hier für Rechtssicherheit, nicht für den niedrigsten Preis.

Dafür spricht

  • Sitz in der EU, DSGVO gilt vollständig
  • Reguliertes Zahlungsinstitut
  • Deutschsprachig
  • Über 300 Dienste
Dagegen spricht

  • Vermittlungsgebühr je Buchung
  • Verfügbarkeit hängt von privaten Anbietern ab
  • Kaum KI-Dienste

Sharesub – Die größte Auswahl – zum höchsten Preis

Sharesub ist ebenfalls in Frankreich ansässig und funktioniert nach demselben Marktplatz-Prinzip wie Spliiit. Mit über 600 aktiven Angeboten ist die Auswahl die größte im Testfeld, und sie reicht über Streaming hinaus bis zu Bürosoftware, Spielen und Diensten rund ums Haus.

Der Haken ist der Preis: Sharesub liegt bei vergleichbaren Diensten deutlich über GamsGo, in Einzelfällen um ein Vielfaches. Wer einen sehr speziellen Dienst sucht, den sonst niemand vermittelt, wird hier am ehesten fündig – für Standard-Abos lohnt der Aufpreis selten.

Dafür spricht

  • Größte Auswahl im Vergleich
  • Sitz in der EU
  • Auch Nischendienste vertreten
Dagegen spricht

  • Deutlich höheres Preisniveau
  • Oberfläche nicht auf Deutsch
  • Gebühr je Buchung

GoSplit – Marktplatz-Modell, aber ohne den europäischen Rechtsrahmen

GoSplit sitzt in Hongkong und arbeitet als Marktplatz – vereint damit aber ausgerechnet die Nachteile beider Modelle: Man zahlt die Vermittlungsgebühr eines Marktplatzes, ohne den europäischen Rechtsrahmen zu bekommen, den Spliiit und Sharesub mitbringen. Das Angebot ist mit rund 170 Angeboten überschaubar.

Auffällig sind zudem die Vertragsstrafen für Anbieter, wenn ein Zugang ausfällt. Das hält die Qualität theoretisch hoch, schreckt aber auch seriöse Anbieter ab. Nutzerbewertungen fallen merklich schwächer aus als bei der europäischen Konkurrenz.

Dafür spricht

  • Auch Gesundheits- und Gaming-Kategorien
  • Marktplatz mit einsehbaren Anbietern
Dagegen spricht

  • Sitz außerhalb der EU trotz Marktplatz-Gebühren
  • Kleineres Angebot
  • Schwächere Nutzerbewertungen
  • Support gilt als langsam

CooSub – Dasselbe Modell wie GamsGo – nur kleiner

CooSub arbeitet nach demselben Prinzip wie GamsGo: Die Plattform stellt die Konten, Du buchst einen Platz darin. Der Schwerpunkt liegt klar auf klassischem Streaming – Netflix, Disney+, Paramount+, Spotify. KI-Dienste und Software sind kaum vertreten, und die Oberfläche ist überwiegend englischsprachig.

Als direkte Alternative kommt CooSub also vor allem dann infrage, wenn ein bestimmter Streaming-Dienst bei GamsGo gerade nicht verfügbar ist oder der Preis dort im Einzelfall besser liegt. Ein struktureller Vorteil gegenüber GamsGo ist nicht erkennbar – die Plattform ist jünger, das Angebot schmaler.

Dafür spricht

  • Preise auf ähnlichem Niveau wie GamsGo
  • Guter Fallback für gängige Streaming-Dienste
Dagegen spricht

  • Deutlich kleineres Angebot
  • Kaum KI- oder Software-Dienste
  • Kein deutschsprachiges Angebot
  • Ebenfalls außerhalb der EU

Welche Plattform passt zu Dir?

Deine Situation Unsere Empfehlung
Du willst möglichst günstig ein breites Angebot – von Streaming über ChatGPT bis Adobe GamsGo. Über 100 Dienste, keine Buchungsgebühr obendrauf, deutschsprachig.
Dir ist wichtig, dass Anbieter und Daten dem europäischen Recht unterliegen Spliiit. Sitz in Frankreich, reguliertes Zahlungsinstitut, DSGVO – dafür zahlst Du eine Gebühr je Buchung.
Du suchst einen ausgefallenen Dienst, den sonst niemand vermittelt Sharesub. Über 600 Angebote, allerdings zum höchsten Preisniveau im Vergleich.
Du brauchst nur Netflix oder Disney+ und GamsGo hat gerade keinen Platz frei CooSub als Ausweichmöglichkeit – bei denselben Rahmenbedingungen wie GamsGo.
Du möchtest selbst freie Plätze in Deinem Familien-Abo anbieten Spliiit oder Sharesub. Nur die Marktplätze erlauben es, als Anbieter aufzutreten.

Was Du bei allen Plattformen beachten solltest

Unabhängig davon, für welchen Anbieter Du Dich entscheidest, gelten dieselben Spielregeln – und die kennt man besser vorher als hinterher.

  • Die Nutzungsbedingungen des Dienstes zählen. Ob ein Familien-Tarif außerhalb des eigenen Haushalts geteilt werden darf, regelt jeder Anbieter selbst. Manche erlauben es ausdrücklich, andere schränken es ein. Ein Rechtsverstoß im strafrechtlichen Sinn ist das Teilen nicht – im ungünstigsten Fall wird das betroffene Konto gesperrt.
  • Niemals eigene Zugangsdaten weiterverwenden. Für geteilte Konten immer ein eigenes, nirgends sonst genutztes Passwort. Das gilt für beide Richtungen – als Nutzer wie als Anbieter eines Platzes.
  • Zahle nie außerhalb der Plattform. Wer Dich per Direktüberweisung am Marktplatz vorbeileiten will, umgeht damit genau den Schutz, für den Du die Gebühr zahlst.
  • Regionale Bindung prüfen. Manche geteilten Zugänge sind an ein bestimmtes Land gebunden. Ohne passenden Standort funktioniert der Dienst dann nicht – hier hilft ein VPN mit Servern im richtigen Land.

Fazit: Es kommt darauf an, was Dir wichtiger ist

Beim Preis und beim Angebotsumfang bleibt GamsGo vorn. Über hundert Dienste, keine Gebühr obendrauf, ein deutschsprachiges Angebot und als einzige Plattform ein wirklich breites Sortiment an KI-Diensten – das bietet in dieser Kombination derzeit kein Mitbewerber.

Beim Rechtsrahmen liegt Spliiit vorn, und zwar deutlich. Ein Anbieter mit Sitz in der EU, reguliertem Zahlungsdienstleister und einem einsehbaren Gegenüber ist etwas grundsätzlich anderes als eine Plattform, die Konten aus dem Ausland bereitstellt. Wer bereit ist, dafür etwas mehr zu zahlen, trifft mit Spliiit die solidere Wahl.

Sharesub lohnt sich für Nischendienste, CooSub als Ausweichmöglichkeit im Streaming-Bereich. GoSplit können wir nach dem aktuellen Stand nicht empfehlen.

GamsGo ausprobieren
Das aktuelle Angebot und die Preise findest Du direkt beim Anbieter. Eine Übersicht aller teilbaren Dienste haben wir in unserem ausführlichen GamsGo-Testbericht zusammengestellt.

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Häufige Fragen zu GamsGo-Alternativen

Welche Alternativen zu GamsGo gibt es?

Die vier ernstzunehmenden Alternativen sind Spliiit und Sharesub aus Frankreich, GoSplit aus Hongkong und CooSub. Spliiit und Sharesub sind Marktplätze, auf denen Privatpersonen freie Plätze in ihren Familien-Abos anbieten. CooSub arbeitet wie GamsGo selbst: Die Plattform stellt die Konten bereit.

Gibt es eine GamsGo-Alternative mit Sitz in der EU?

Ja. Spliiit (Frankreich, seit 2019) und Sharesub (Frankreich) unterliegen vollständig der DSGVO und wickeln Zahlungen über regulierte Zahlungsdienstleister ab. Beide sind dafür teurer als GamsGo, weil je Buchung eine Vermittlungsgebühr anfällt.

Welche GamsGo-Alternative ist die günstigste?

Beim reinen Preis liegen GamsGo und CooSub vorn, weil bei beiden keine zusätzliche Buchungsgebühr anfällt. Die Marktplätze schlagen zwischen 0,75 und 0,99 Euro plus rund fünf Prozent auf. Sharesub ist im Vergleich am teuersten.

Was ist der Unterschied zwischen GamsGo und Spliiit?

Der Unterschied liegt im Geschäftsmodell. Bei GamsGo stellt die Plattform selbst die Konten und vergibt Plätze darin. Bei Spliiit bietet eine Privatperson einen freien Platz aus ihrem eigenen Familien-Abo an, und Spliiit vermittelt nur. Dadurch ist bei Spliiit nachvollziehbar, wer hinter dem Abo steht – dafür zahlst Du eine Vermittlungsgebühr, und die Verfügbarkeit hängt vom Angebot anderer Nutzer ab.

Ist das Teilen von Abos über solche Plattformen legal?

Das Teilen eines Abos ist als solches nicht verboten. Maßgeblich sind die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Dienstes: Manche erlauben Familien-Tarife ausdrücklich auch über den eigenen Haushalt hinaus, andere schränken das ein. Ein strafrechtlicher Verstoß liegt nicht vor – im ungünstigsten Fall sperrt der Anbieter das betroffene Konto.

Kann ich bei den Alternativen auch selbst Plätze anbieten?

Nur bei den Marktplätzen. Spliiit, Sharesub und GoSplit sind darauf ausgelegt, dass Nutzer freie Plätze aus ihren eigenen Familien-Abos anbieten und so einen Teil der Kosten wieder hereinholen. Bei GamsGo und CooSub ist das nicht vorgesehen, dort stellt die Plattform die Konten.

Welche Alternative hat die meisten Dienste im Angebot?

Nach eigenen Angaben führt Sharesub mit über 600 Angeboten, gefolgt von Spliiit mit über 300 Diensten. GamsGo kommt auf über 100 Dienste, hat dabei aber als einziger Anbieter ein breites Sortiment an KI-Diensten wie ChatGPT, MidJourney oder Perplexity.

Brauche ich für geteilte Abos ein VPN?

Nicht zwingend. Sinnvoll ist es dann, wenn ein geteilter Zugang an ein bestimmtes Land gebunden ist – ohne passenden Standort lässt sich der Dienst sonst nicht nutzen. Ein VPN ersetzt allerdings keine gültige Berechtigung, es sorgt nur für einen regional passenden Zugang.


Erstellt am: 5. Mai 2026

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